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Den Nationalpark Unteres Odertal erleben

  • 27. März
  • 5 Min. Lesezeit

Es gibt Orte, an denen man merkt, dass man normalerweise zu laut ist. Das Untere Odertal ist so ein Ort. Hier bestimmt das Wasser den Rhythmus. Die Oder tritt über die Ufer, zieht sich zurück, formt Altarme und überflutete Wiesen, die dann still liegen, bis der nächste Zug beginnt. Seerosen, Schilf, Auwälder. Und darüber: Vögel. Viele, viele Vögel.


Der Nationalpark Unteres Odertal ist Deutschlands einziger Auen-Nationalpark. Er schützt eine der letzten weitgehend intakten Flussaulandschaften Mitteleuropas und erstreckt sich über sechzig Kilometer entlang der deutsch-polnischen Grenze. Wer hier draußen steht, versteht ziemlich schnell, warum das schützenswert ist.

Vom Dorotheenhof in Mescherin ist man in Minuten mittendrin.



Die Oder ist ein faszinierender Fluss und den Nationalpark zu erkunden ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.
Die Oder ist ein faszinierender Fluss und den Nationalpark zu erkunden ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.


🦅 Was euch erwartet


Der Nationalpark ist vor allem wegen seiner Vogelwelt bekannt. 160 Brutvogelarten leben hier, darunter Seeadler, Schrei- und Fischadler, Schwarzstorch und Uhu. Im Frühling und Herbst rasten auf den weiten Feuchtwiesen Störche, Kraniche, Gänse und Singschwäne.


Im Sommer sind die Altarme der Oder voller Seerosen. Wunderschön!
Im Sommer sind die Altarme der Oder voller Seerosen. Wunderschön!

Wer einmal einen Seeadler gesehen hat, vergisst ihn nicht. Flügelspannweite bis zu zweieinhalb Metern, langsamer Flug, große Ruhe. Man schaut hoch, sieht etwas Dunkles über dem Fluss kreisen und denkt kurz: „Das ist zu groß für einen Bussard. Dann geht es einem auf und man steht staunend da!



Zwischen den Enten und Möwen sitzen hier auch oft Kormorane.
Zwischen den Enten und Möwen sitzen hier auch oft Kormorane.

Neben der Vogelwelt beherbergt der Nationalpark Biber und Fischotter, die sich entlang der Gewässer gut ausgebreitet haben. Wer frühmorgens oder abends unterwegs ist, hat die idealsten Chancen, sie zu sehen. Nach der Wiederansiedlung leben inzwischen auch Wisente auf einer Weide in Criewen.

Das Besondere: Man braucht keine Expedition. Ein ruhiger Spaziergang auf dem Deich reicht oft schon, um Tiere zu sehen, die hier ihr Zuhause haben.


Im Nationalpark gibt es Bieber und Otter. Wer langsam geht und leise ist, trifft sie vielelicht "bei der Arbeit".
Im Nationalpark gibt es Bieber und Otter. Wer langsam geht und leise ist, trifft sie vielelicht "bei der Arbeit".



🗓️ Zu jeder Jahreszeit anders



Im Frühling: 

Die Zugvögel kommen zurück. Störche, Kraniche, die Wiesen werden grün. Alles beginnt gleichzeitig. Wer im April oder Mai kommt, erlebt den Nationalpark im Aufbruch. Alles scheint vor Leben zu platzen Und: Jetzt blühen die Apfelbäume bei uns im Garten.


Die Oder im Frühling...
Die Oder im Frühling...

Im Sommer: 

Grün, dicht, quirlig auf die leise Art. Libellen über den Altarmen, Froschkonzerte abends, Seerosen über Seerosen auf stillem Wasser. Die Wege entlang der Oder sind gut begehbar, die Auen üppig grün.


...an einem Sommerabend...
...an einem Sommerabend...

Im Herbst: 

Das ist eine herrliche Zeit. Zwischen Ende September und Anfang Oktober rasten bis zu 10.000 Kraniche im Odertal auf dem Weg in ihre Winterquartiere. Vom Kranichturm in Mescherin aus lässt sich das besonders gut beobachten. Morgens, wenn sie aufsteigen. Abends, wenn sie einfliegen. Wer das einmal gesehen hat, kommt im nächsten Herbst vermutlich wieder.


... Ende November...
... Ende November...

Im Winter: 

Ab November überwintern bis zu 2.000 Singschwäne aus Skandinavien auf den Auenwiesen. Ihre lauten, trompetenartigen Rufe tragen weit über die stille Landschaft. Der Nationalpark veranstaltet dazu jedes Jahr die Singschwantage mit geführten Exkursionen.



...und im Januar kurz vor Sonnenaufgang.
...und im Januar kurz vor Sonnenaufgang.


🚶 Wege und Routen (nach Nähe zum Dorotheenhof geordnet)



Kranichturm Mescherin

Der Krachturm ist direkt am Dorfrand, ca 10 Minutan Minuten zu Fuß vom Dorotheenhof. Der nächstgelegene Einstieg in den Nationalpark. Unbedingt ein Fernglas mitnehmen, und wenn Ihr besonders viele Tiere sehen wollt, dann früh oder abends in der Dämmerung gehen.


Der Kranichturm ist vom Dorotheenhof nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Unser Geheimtipp: Schon vor dem Frühstück Vögel beobachten und dann an den gedeckten Tisch setzen.
Der Kranichturm ist vom Dorotheenhof nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Unser Geheimtipp: Schon vor dem Frühstück Vögel beobachten und dann an den gedeckten Tisch setzen.
Der Blick vom Kranichturm in den Nationalpark.
Der Blick vom Kranichturm in den Nationalpark.

Spazierweg durch die Elsen

Der Weg ist flach und führt ruhig durch den Wald entlang der Oder. Unterwegs liegt ein Flusstanker, der seit Jahrzehnten auf Grund liegt. Einfach vergessen worden. Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen seltsam faszinierend. ⚓



Auenpfad ab Criewen (ca. 3,7 km)

Der Auenpfad führt von der Criewener Brücke durch den Polder bis zum Saathener Wehr. Kurz, flach, gut begehbar für alle. Er startet direkt neben dem Nationalparkhaus, und ist somit ideal zum Kombinieren mit einem besuch dort.



Weg der Auenblicke (ca. 10 km)

Der Weg der Auenblicke führt von Criewen südlich durch den Quellwald durch die Densenberge bis Stützkow und quert die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Abwechslungsreich, etwas anspruchsvoller, lohnt sich sehr.



Walderlebnispfad Teerofen/Wildbahn (ca. 9 km)

Der Weg führt durch Erlenbrüche und Stieleichenwälder zwischen Vierraden und Gartz und kann auf drei verschiedenen Routen erwandert werden. 16 Informationstafeln erklären die Lebensräume und Tierarten. Gut geeignet für Neugierige, die beim wandern auch lernen wollen.



Oder-Neiße-Radweg

Wer lieber fährt statt läuft: Der sechzig Kilometer lange Abschnitt des Oder-Neiße-Radweges tangiert den Nationalpark in seiner gesamten Länge. Er ist flach, man trifft kaum Autos, landschaftlich ist der Abschnitt wahnsinnig stark. Abschnitte davon sind auch für Familien mit Kindern gut machbar.



Geführte Kanutouren

Es gibt aufregende durch erfahrene Natur- und Landschaftsführer begleitete Kanutouren durch den Nationalpark, buchbar zwischen April und Oktober. Die Tour „Auf den Spuren des Bibers" startet in Mescherin, dauert etwa sechs Stunden inklusive Picknickpause und führt zwölf Kilometer durch die Auen. Paddelschule inklusive, auch für Anfänger.

Im Herbst gibt es außerdem die Tour „Zu den Schlafplätzen der Kraniche" rund um Gartz: Start um 15:30 Uhr, sieben Kilometer, mit etwas Glück tausende Kraniche über dem Wasser.


Die Wasserläufe lassen sich besonders gut mit dem Kanu erkunden.
Die Wasserläufe lassen sich besonders gut mit dem Kanu erkunden.



🏛️ Das Nationalparkhaus Criewen


Wer verstehen will, was er draußen sieht, fährt vorher oder nachher nach Criewen. Im Mittelpunkt des Besucherzentrums des Nationalparks steht ein 15.000-Liter-Aquarium mit über zwanzig heimischen Fischarten. DaDazu gibt es eine Mitmach-Ausstellung auf 400 Quadratmetern, eine Multimediashow und vier Wanderwege, die direkt am Haus beginnen.

Der Eintritt ist frei. Der Ort ist für alle Altersgruppen geeignet.

Criewen ist ein Ortsteil von Schwedt/Oder, etwa 40 km vom Dorotheenhof entfernt.





💡 Unsere praktischen Tipps


  • Unbedingt ein Fernglas mitnehmen.  Immer. Es lohnt sich wirklich, acuh und besonders mit Kindern.

  • Früh raus oder abends. Die meisten Tiere sind in der Dämmerung aktiv.

  • Feste Schuhe mitnehmen. Die Wege am Fluss sind naturbelassen und vor allem nach Regen oft matschig.

  • Bitte denkt an Insektenschutz. Abends an der Oder braucht man den wirklich.

  • Ruhe bitte. Der Nationalpark belohnt mit unglaublichen Begegnungen, wer langsam geht und leise ist.

  • Veranstaltungskalender checken. Kranichwochen im Herbst, Singschwantage im Winter: Der Nationalpark bietet geführte Touren zu besonderen Zeiten an. Infos unter nationalpark-unteres-odertal.eu




Der Dorotheenhof Mescherin

liegt direkt am Nationalpark.


🏡

Wir haben Appartements und Ferienwohnungen, die auch für größere Familien und Gruppen passen.


🍽️

Restaurant, großer Garten mit Spielplatz und Froschteich


🐕

Hunde kommen auf Anfrage gerne mit und übernachten in den Appartements, die einen eigenen Eingang vom Hof haben und etwas mehr Platz bieten.




Ihr wollt kommen?

Ruft uns an oder schreibt eine Mail.

Wir helfen euch gerne bei der Planung und erzählen euch,

was gerade los ist im Nationalpark.


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